Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Zimtfarbener Weichporling
Hapalopilus rutilans
- Lebensraum: Laubwald
- Fruchtzeit: Juni – November
- Hut: halbseitig filzig gelappt
- Stiel: seitenständig
- Fruchtschicht: porös eckig eng
Beschreibung
Fruchtkörper: 2–10 cm breit, seitenständig und unregelmäßig halbkreis- bis nierenförmig. Die hutartige Oberfläche ist zimtbraun, blass gelblichrot oder orangebraun; jung filzig, später verkahlend, oft uneben und gelappt. Eine Zonierung fehlt.
Fruchtschicht: An der Unterseite, gleichfarbig zimtbraun bis blass gelblichrot. Die Poren sind eng, leicht eckig und 2–4 pro mm dicht.
Stiel: Kein Stiel vorhanden; der Fruchtkörper ist mit einer breiten Seitenfläche am Holz befestigt.
Fleisch: Rötlich- bis zimtbraun, jung weich, saftig, faserig und leicht zusammendrückbar, im Alter zäh oder bröckelig. Alle Teile färben sich mit KOH sofort kräftig violett bis lila.
Sporen: Sporenpulver weiß; Sporen elliptisch, glatt, dünnwandig und mit Öltropfen, 4–5,5 × 2–3 µm groß.
Vorkommen: Von Juni bis November auf morschem Holz in Laubwäldern, besonders auf abgefallenen Eichen- und Buchenästen, seltener auf Pappel oder Nadelholz. Weißfäule erzeugender Saprotroph.
Speisewert: Giftig. Enthält Polyporsäure und kann verzögerte neurologische sowie Magen-Darm-Symptome, Leber- und Nierenschäden verursachen.
Verwechslung: Kann dem Leberreischling ähneln, dieser ist jedoch röter, sondert Saft ab und verfärbt sich mit KOH nicht violett. Zimtbraune Farbe und sofortige kräftige Violettreaktion sind sichere Merkmale.
Bemerkung: Hapalopilus leitet sich von altgriechisch hapalós, weich, und pîlos, Filz oder Hut, ab und bezieht sich auf die weiche, oft filzige Beschaffenheit. Rutilans ist das Präsenspartizip von lateinisch rutilare, sich röten, und verweist auf die rötlich-goldene bis orange Färbung.
Artbeschreibung: Christiaan Hendrik Persoon beschrieb die Art 1798 als Boletus rutilans. William Alphonso Murrill stellte sie 1904 in die Gattung Hapalopilus.
Systematik
- KlasseAgaricomycetes
- OrdnungPolyporales
- FamiliePolyporaceae
- GattungHapalopilus
- Abteilung: Basidiomycota
- Art: Hapalopilus rutilans
- Autor: (Pers.) Murrill (1904)
- Deutscher Name: Zimtfarbener Weichporling
- Lebensweise: holzbewohnender Saprotroph, Weißfäuleerreger
- Speisewert: giftig