Übungsbereich: erstellt für die ungarische Anforderung für Pilzsachverständige mit 303 Arten. Keine offizielle Prüfung; die Anforderungen anderer Länder können abweichen.
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Sklerotien-Stielporling
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Sklerotien-Stielporling

Polyporus tuberaster

essbar Geschützt · 5 000 Ft
  • Lebensraum: Laubwald
  • Fruchtzeit: Mai – Oktober
  • Hut: ausgebreitet trichterförmig schuppig haarig
  • Stiel: zylindrisch verjüngend seitenständig filzig schupp
  • Fruchtschicht: herablaufend porös eckig weit

Beschreibung

Fruchtkörper: Der Hut ist 5–15 cm breit, jung gewölbt, später ausgebreitet und in der Mitte meist vertieft oder trichterförmig. Grundfarbe weißlichgelb, ocker bis orangebraun; die Oberfläche trägt dunklere braune, konzentrisch angeordnete Schuppen. Der dünne Rand ist häufig fein haarig.

Fruchtschicht: Porig, weiß bis cremefarben, später cremeocker. Die Poren laufen etwas am Stiel herab, sind weit, rundlich, länglich oder unregelmäßig eckig und etwa 0,5–2 mm breit.

Stiel: 3–8 cm lang und 0,5–1,5 cm dick, meist zentral, seltener seitenständig, zylindrisch und zur Basis verjüngend. Weißlich, ocker bis rostgelb, an der Basis bräunlich; Oberfläche filzig und schuppig.

Fleisch: Weiß, jung weich und brüchig, später lederartig zäh. Geruch schwach pilzartig, Geschmack mild oder leicht bitter; die Bitterkeit verschwindet beim Kochen gewöhnlich.

Sporen: Sporenpulver weiß. Sporen 12–16 × 4–6 µm, zylindrisch bis schmal elliptisch, glatt und farblos.

Vorkommen: Saprotroph an abgestorbenen, oft teilweise erdbedeckten Ästen, Stämmen und Wurzeln von Laubbäumen. Besonders an Buche, Eiche, Hasel, Erle und Weide, vom späten Frühjahr bis zum Herbst.

Speisewert: Essbar, aber nur jung angenehm in der Konsistenz; alte Fruchtkörper sind zäh. In Ungarn ist die Art geschützt und darf nicht gesammelt werden.

Verwechslung: Ähnlich dem Schuppigen Porling, der gewöhnlich größer und gröber geschuppt ist sowie eine dunklere bis schwärzliche Stielbasis besitzt. Der Sklerotien-Stielporling ist kleiner, feiner geschuppt und kann aus einem Sklerotium wachsen.

Bemerkung: Polyporus bedeutet „vielporig“ und bezieht sich auf die zahlreichen kleinen Poren der Fruchtschicht. Tuberaster bedeutet „knollenartig“ und verweist auf das knollenartige Sklerotium, aus dem der Fruchtkörper entstehen kann.

Artbeschreibung: Elias Magnus Fries veröffentlichte den heutigen Namen 1821 auf Grundlage der Arbeiten von Nikolaus Joseph von Jacquin und Christiaan Hendrik Persoon.

Systematik

  1. KlasseAgaricomycetes
  2. OrdnungPolyporales
  3. FamiliePolyporaceae
  4. GattungPolyporus
  • Abteilung: Basidiomycota
  • Art: Polyporus tuberaster
  • Autor: (Jacq. ex Pers.) Fr. (1821)
  • Deutscher Name: Sklerotien-Stielporling
  • Lebensweise: Saprotroph
  • Speisewert: essbar
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