Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Blaustiel-Rötelritterling
Lepista saeva
- Lebensraum: grasig
- Fruchtzeit: März – November
- Hut: flach glatt eingerollt
- Stiel: keulig
- Fruchtschicht: angewachsen zahnig dicht glatt
Beschreibung
Hut: 15 cm Durchmesser, halbkugeliger Hut wird mit der Zeit gewölbt, schließlich ausgebreitet. Seine Oberfläche wird wellig, höckerig. Sein Rand bleibt lange eingerollt. Oberfläche glatt oder weich seidig glänzend, ockergrau, weißlich-grau im jungen Zustand, später blass gräulich-braun.
Lamellen: Weißlich, am Stiel aufsteigend. Kann blass gräulich sein. Dicht stehend.
Stiel: Dick, 3-6 cm lang, 2-3 cm dick. Gräulich-weiße Basis mit violett-blauen Fasern, oft mit einer scharfen Grenze im oberen Drittel. Basis keulenförmig.
Fleisch: Weich, dick im Hut, faserig im Stiel. Gräulich. Angenehmer Geruch und gut schmeckender Pilz.
Spore: Weiß; 6-8 x 4.5-5 µm; elliptisch, leicht körnig.
Vorkommen: Kommt auf Berg- und Tieflandwiesen, Weiden, Grabenrändern oder Waldrändern vor. Bevorzugt Gebüsche, dicke Laubstreu und überdüngte Flächen. Von Spätsommer bis zu anhaltenden Frösten zu finden, kommt aber auch im zeitigen Frühjahr vor. Erscheint oft massenhaft, in Ungarn in einigen Gebieten häufige Art.
Speisewert: Essbar, gut schmeckende Pilzart.
Verwechslung: Ähnlich dem giftigen Rettich-riechenden Fälbling, dem nicht essbaren Blauen Schleierling und dem essbaren Duftenden Ritterling und Violetten Rötelritterling. Der Kontrast seines leuchtend violetten Stiels und seines blass ockerfarbenen Hutes ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal, das ihn leicht erkennbar macht.
Bemerkung: saeva bedeutet wild oder heftig. Es ist ein Rätsel, warum er das heftige Epitheton bekam, aber der Begriff wild könnte zu ihm passen.
Artenbeschreibung: Der schwedische Mykologe Elias Magnus Fries beschrieb ihn 1818 als Agaricus personatus. 1871 benannte Mordecai Cubitt Cooke diesen Pilz in Lepista personata um, und fast ein Jahrhundert später, 1960, gab ihm der englische Mykologe Peter Darbishire Orton den Namen Lepista saeva, der der heute akzeptierte wissenschaftliche Name ist.
Systematik
- StammBasidiomycota
- KlasseAgaricomycetes
- OrdnungAgaricales
- FamilieTricholomataceae
- GattungLepista
- Art: saeva
- Beschrieben von: (Fr.) P.D. Orton
- Ungarischer Name: lilatönkű pereszke
- Lebensweise: Boden-Saprotroph
- Speisewert: essbar