Seit meiner Kindheit liebe ich Pilze und bin seit langem auch Programmierer. Aus der Kombination dieser beiden Hobbys ist diese Website entstanden. Zuvor hatte ich zwei andere Pilzbestimmungsseiten, die ich verkauft habe. Ziel der aktuellen Website ist es, eine benutzerfreundliche Such- und Bestimmungsplattform zu schaffen, die sowohl im Wald als auch zu Hause gut funktioniert. Ich hoffe, sie bereitet vielen Menschen Freude.
Bartha László
Arten-Lernkarten
Pappel-Schleierling
Cortinarius paracephalixus
- Lebensraum: Laubwald
- Fruchtzeit: August – November
- Hut: halbkugelig abflachend trocken klebrig
- Stiel: zylindrisch spindelig
- Fruchtschicht: mit Zahn herablaufend
Beschreibung
Hut: 5–12 cm breit, jung halbkugelig, später abflachend. Zunächst lehmgrau oder hellocker, später bräunlich bis rostocker. Die Oberfläche ist trocken, bei Nässe klebrig; junge Fruchtkörper sind von einem weißlichen Velum bedeckt, dessen Reste am Hutrand lange sichtbar bleiben können.
Lamellen: Mit Zahn am Stiel herablaufend. Jung hell lehmfarben, später ocker- bis rostbraun.
Stiel: 6–15 cm lang und 1–2,5 cm dick, schlank, zylindrisch, manchmal spindelig. Zuerst weißlich, später braunocker; reichlich weißliche, später ockerbraune Velumreste zerreißen im Alter zu Gürteln.
Fleisch: Weißlich bis ockerfarben, beim Anschneiden mehr oder weniger rötend und nach einigen Stunden an denselben Stellen schwarz werdend. Der Geruch erinnert auffallend an Maisbart, später kann er muffig und unangenehm sein; Geschmack mild bis herb.
Sporen: Sporenpulver rostbraun. Sporen mandelförmig, dicht und grob warzig, 11–12,5 × 6,5–7 µm groß.
Vorkommen: Mykorrhizapilz auf kalkhaltigen Sandböden, vor allem bei Pappeln, besonders bei Silberpappeln. In Auwäldern, Pappelbeständen und sandigen Steppenwäldern des Tieflands; selten.
Speisewert: Ungenießbar. In Ungarn geschützt und daher nicht zu sammeln.
Verwechslung: Ähnlich dem Violettschleierling und dem Hainbuchen-Schleierling. Wichtig sind der Standort bei Pappeln, das rötende und später schwärzende Fleisch sowie die großen, grob warzigen Sporen.
Bemerkung: Cortinarius bezieht sich auf die cortina, den spinnwebartigen Teilvelum junger Fruchtkörper, der Hutrand und Stiel verbindet. Die Vorsilbe para- drückt Ähnlichkeit aus, während cephal- vom griechischen Wort „kephalē” für Kopf stammt.
Artbeschreibung: Wissenschaftlich beschrieben von Gábor Bohus im Jahr 1976.
Systematik
- KlasseAgaricomycetes
- OrdnungAgaricales
- FamilieCortinariaceae
- GattungCortinarius
- Abteilung: Basidiomycota
- Art: Cortinarius paracephalixus
- Autor: Bohus (1976)
- Deutscher Name: Pappel-Schleierling
- Lebensweise: Mykorrhiza
- Speisewert: ungenießbar